Verbotene Hundekämpfe – traurig, aber immer noch wahr

Ein Hund zeigt Zähne

Es gibt viele Hunderassen, die ursprünglich als Kampfhunde gezüchtet wurden und denen heute ein toller Ruf als Kuschelpaket und Familienliebling vorauseilt – man denke nur an das süße Knautschgesicht einer Französischen Bulldogge! Kaum zu glauben, aber diese kleinen Modehunde sind richtige Muskelpakete, weil sie aus Vorläufern der Englischen Bulldogge gezüchtet wurden, um bei Bullenkämpfen und Hundekämpfen anzutreten. Aus diesem Grund haben sie auch so einen außerordentlich starken Biss.

Zwar sind Hundekämpfe schon lange kein Sport mehr, sondern verboten, und die Zuchtziele vieler Rassen wurden deswegen grundlegend umgekrempelt – aber dennoch gibt es auf der Schattenseite auch die furchtbare Tatsache, dass Hundekämpfe noch immer stattfinden – illegal.


Warum wurden Hundekämpfe überhaupt erfunden?

Tierkämpfe haben leider Gottes eine lange Tradition unter Menschen. Tierfreunde aus aller Welt fanden dieses Verhalten wohl schon immer verabscheuungswürdig, jedoch scheint es einfach immer auch diesen Typ Mensch gegeben zu haben, für den Gewalt mit Unterhaltung gleichkommt – so lange man nur zuschauen muss!

Für Menschen, die solch eine Vorstellung von Unterhaltung haben, liegt nichts näher, als unschuldige Tiere aufeinander los zu hetzen. Das ist schließlich einfacher, als immer neue Menschen zu finden, die sich gegenseitig verkloppen und umbringen – obwohl das in Zeiten des Sklavenhandels ebenfalls Praxis war. Furchtbar!

Es gibt Nachweise, dass bereits im Römischen Reich zwei Hunde so lange gegeneinander kämpfen mussten, bis einer tot war, während Scharen von Gewaltverherrlichenden außenherumstanden, blutrünstig zusahen und ihre Wetten abschlossen. Das Wetten – ein Aspekt dieser Barbarei, der uns zum heutigen Problem mit illegalen Hundekämpfen führt.


Freude an der Gewalt: kulturell oder genetisch veranlagt?

Man kann sich ja darüber streiten, ob die Gewaltlust, die Menschen durch die Jahrhunderte immer wieder zum Veranstalten von Hundekämpfen trieb, ein kulturelles Phänomen ist oder nicht. Wäre es ein solches, dann bestünde ernste Hoffnung, dass man durch kulturellen Wandel solche brutalen Neigungen ausmerzen könnte – denn Kultur ist nicht angeboren, sondern wird einem durch das Umfeld vermittelt. In einem modernen Deutschland, wo Hundekämpfe bereits seit mehr als hundert Jahren verboten sind, müsste dieser Effekt doch langsam Wirkung zeigen und die Menschen vom Veranstalten von Hundekämpfen abhalten?

Darüber lässt sich streiten. Meiner Meinung nach liegt ein Großteil der „Schuld“ an der Sache mit dem Wetten, die mit dem Hundekämpfen einhergeht. Menschen haben schon immer das Bedürfnis gehabt, zu wetten – wir lieben das Risiko, das Spiel mit dem Zufall, das Testen unseres Glücks und unserer vorhersehenden Fähigkeiten. Daran ist auch für mich absolut nichts falsch – das ist richtige Unterhaltung, die eines Menschen würdig ist. Aber man muss doch bitte nicht auf Hundekämpfe wetten!


Der eigentliche Reiz liegt in der Spannung des Wettens

Die Lust auf Glücksspiel lässt sich doch schließlich auch befriedigen, ohne dass man dabei unschuldige Tiere einem brutalen Kampf auf Leben und Tod aussetzt. Dazu muss man nicht einmal mehr auf die Pferderennbahn oder zum Lottoladen gehen, sondern man kann das im 21. Jahrhundert auch ganz wunderbar übers Internet machen. Es gibt zahllose seriöse Anbieter von Sportwetten und allerlei anderen Arten von Wetten, wie zum Beispiel Betway oder legale Wettanbieter wie Betano. Darum verstehe ich es nicht, warum solche Untermenschen bis heute noch Hundekämpfe veranstalten, nur damit sie etwas Spannendes zum Wetten haben – es ist doch eigentlich gar nicht nötig, vor allem, wenn es auch noch als Straftat gilt!

Es gibt Hundekämpfe aber trotzdem noch – zwar versteckt und hinter hohen Mauern, aber Berichte davon gelangen regelmäßig an die Öffentlichkeit. Und wenn man von 3 Kämpfen hört, ist die Dunkelziffer mit Sicherheit zehn Mal so hoch.


Organisierte Banden und Hunde als Waffen

Es gibt eine regelrechte Szene von Menschen, die sich in dieses abartige Hobby richtig verbissen (ha!) haben. Sie organisieren das Ganze europaweit – Kampfhunde werden versteckt gezüchtet und trainiert, fristen ein fruchtbares Dasein ohne Liebe und Zuwendung, leben in Angst und Schrecken, sodass sie möglichst aggressiv werden. Wegen der dortigen Gesetzeslage kommen die Hunde oft aus Russland und werden von dort aus an Veranstalter in ganz Europa „geliefert“. Angeblich ist es ein riesiges Geschäft – eben wegen der Wetten. Eintrittsgelder allein können die Sache nicht so lukrativ machen.

Dass dieser grausamen Praxis unbedingt irgendwie ein Ende gesetzt werden muss, steht für mich außer Frage. Die einzige Frage, die immer wieder bis zum Schluss übrigbleibt, ist: Warum?

Hundekämpfe sind keine Sportart, sondern eine Sünde - darum wenden wir uns in unseren anderen Beiträgen wieder etwas positiveren Themen zu:

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